Letzte Woche fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Meet and Learn“ des Cluster IT Mitteldeutschland ein inspirierender Impulsvortrag statt. Unter dem Titel „WOW oder WTF – wie KI im Unternehmen wirklich zündet“ sprach unser AI Lead Dr. Danny Hucke über den praxisnahen Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Softwareentwicklung.
Im Zentrum seines Vortrags stand die Frage, wie KI nicht nur eingeführt, sondern langfristig im Unternehmen verankert werden kann. Dabei machte unser Xperte deutlich: Technologisches Know-how allein genügt nicht. Vielmehr kommt es darauf an, die Mitarbeitenden aktiv einzubinden und ihnen Zeit für Veränderung zu geben, Stichwort Change Management.
Gerade in der IT ist die Vorstellung verbreitet, dass neue Technologien von selbst angenommen werden. Doch auch Entwickelnde sind nicht automatisch innovationsfreudig. Veränderung braucht Zeit und Verständnis. Entscheidend ist, konkrete Vorteile aufzuzeigen und Raum für eigene Erfahrungen zu schaffen. Bei IT Sonix setzen wir daher gezielt auf kleine Erfolgserlebnisse, die einen spürbaren „WOW-Effekt“ erzeugen – etwa, wenn ein KI-Tool Aufgaben übernimmt, die bis vor Kurzem noch händisch und mühsam erledigt werden mussten.

Für unsere Softwareentwickelnden bedeutet das eine spürbare Entlastung: Weniger Routine, mehr Fokus auf kreative und strategische Aufgaben. Die Produktivität steigt, die Codequalität verbessert sich. Gleichzeitig fördern wir durch Schulungen, interne Impulsvorträge und regelmäßige Tool-Updates eine offene Lernkultur. Neben JetBrains- und Copilot-Assistenten setzen wir auch ChatGPT-Teamlizenzen und Perplexity Business ein. In einem eigenen KI-Circle testen wir kontinuierlich neue Anwendungen – gemeinsam mit unserer UX-Abteilung, die ebenfalls aktiv neue Methoden evaluiert.
Wichtig ist, die richtigen Einstiegspunkte zu finden: Ein Tool, ein konkreter Use Case, der einen echten Aha-Moment erzeugt. Dann heißt es, die Begeisterten gezielt zu fördern und auf eine Art Schmetterlingseffekt zu setzen. Drei bis fünf motivierte Personen können den Stein ins Rollen bringen. Nicht alle springen sofort auf, doch wer überzeugt ist, zieht andere mit.
„Das Paradoxon ist, dass man mit generativen KI-Tools zwar in natürlicher Sprache kommuniziert, aber es trotzdem harte Arbeit und Erfahrung braucht, um diese Tools optimal zu nutzen und das Maximum herauszuholen“, betonte Danny abschließend.
Die Veranstaltung bot neben inhaltlichen Impulsen auch Raum für Austausch und Diskussion. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, eigene Fragen und Erfahrungen einzubringen.
Das Fazit: KI entfaltet ihren Nutzen erst dann vollständig, wenn sie nicht nur eingeführt, sondern auch verstanden, erlebt und im Alltag verankert wird.