Kälte, Schnee, Eis und Dunkelheit machen das Fahrradfahren im Winter anspruchsvoll. Trotzdem entscheiden sich viele Xperten von IT Sonix bewusst dafür, auch in der kalten Jahreszeit mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen. Zum Winter-Bike-to-Work-Day haben wir mit drei Mitarbeitenden gesprochen, die ganzjährig mit dem Fahrrad pendeln. Sie berichten aus ihrem Alltag, geben Einblicke in ihre Vorbereitung und zeigen, worauf es beim Winterradeln wirklich ankommt.
Fahrradfahren im Winter: Interview mit Martin (Scrum Master)

„Die richtige Vorbereitung entscheidet“
Von wann bis wann pendelst du mit dem Fahrrad?
Ich pendle eigentlich das ganze Jahr über. Hin und zurück sind es knapp zehn Kilometer. Auch im Winter bleibe ich dabei, selbst wenn dieser deutlich härter ist als die letzten. Klar bringt mich das teilweise an meine Grenzen, aber das hält mich nicht davon ab, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren.
Wie machst du dein Fahrrad wintertauglich?
Für mich ist Vorbereitung das A und O. Ich möchte auch noch bei etwa zehn Zentimetern Schnee und Minusgraden fahren können. Deshalb nutze ich Winterreifen, die auch mit sehr niedrigem Druck noch fahrtauglich sind und ein tiefes Profil haben. Schutzbleche sind für mich Pflicht, im Winter sowieso, aber eigentlich auch im Sommer. Besonders wichtig ist außerdem die richtige Kleidung: eine gute Regenjacke, die auch vor Wind schützt, dicke Winterhandschuhe, warme Stiefel und ein Schal oder Tuch unter dem Helm. Es macht einfach einen großen Unterschied, ob man durchgefroren oder halbwegs entspannt im Büro ankommt.
Gibt es Bedingungen, bei denen du nicht fährst?
Bei konsequentem Glatteis ziehe ich meine Grenze. Das hatte ich diesen Winter einmal. Ansonsten fahre ich bei Regen und Schnee.
Welche Tipps gibst du anderen mit?
Sehen und gesehen werden ist essenziell. Gutes Licht braucht man nicht nur, um selbst etwas zu erkennen, sondern auch, um von anderen Verkehrsteilnehmenden wahrgenommen zu werden. Außerdem sollte man ehrlich zu sich selbst sein und sich klar machen, bei welchen Wetterbedingungen man noch fahren möchte – und bei welchen eben nicht.
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„Technik und Licht sind im Winter entscheidend“
Du bist ganzjährig unterwegs – wie sieht dein Winter-Setup aus?
Ich fahre im Winter mit Spikereifen, hydraulischen Scheibenbremsen und einem Nabendynamo mit Standlicht. Gerade bei Schnee und Eis müssen die Bremsen sofort reagieren. Gutes Licht ist für mich eines der wichtigsten Themen – mit hoher Lichtleistung und breitem Sichtfeld. Batteriebetriebene Lampen nutze ich nicht, da sie im Winter schnell an ihre Grenzen kommen.
Welche Rolle spielt Kleidung für dich?
Sie muss bequem sein und darf auch schmutzig werden. Ich habe mehrere Handschuhe für unterschiedliche Temperaturen und bin bei Regen oft mit Poncho, Regenhose und Schuhüberzügen unterwegs. Rucksäcke vermeide ich und nutze stattdessen Fahrradtaschen, da man sonst zu durchgeschwitzt ist. Mein Motto ist: so bequem wie möglich, mit möglichst wenig Aufwand.
Was rätst du Menschen, die im Winter anfangen wollen?
Langsam starten. Erst kurze Strecken fahren, zum Beispiel zum Bäcker, und ein Gefühl für die Bedingungen entwickeln. Winterradeln ist viel Erfahrungssache. Mit der Zeit weiß man ziemlich gut, was machbar ist und was nicht.
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„Wartung und Aufmerksamkeit sind das Wichtigste“
Fährst du bei jedem Winterwetter?
Nein, bei Glatteis fahre ich nicht. Ansonsten bin ich ganzjährig unterwegs, auch bei Schnee.
Wie bereitest du dein Fahrrad auf den Winter vor?
Sobald Schnee liegt, kommen Spikes aufs Rad. Im Winter investiere ich deutlich mehr Zeit in die Wartung: Ich reinige und öle die Kette regelmäßig, nutze wasserbeständiges Öl und kontrolliere meine Scheibenbremsen. Auch die Beleuchtung prüfe ich häufig und habe immer Ersatzlampen dabei. Der Winter sorgt einfach für deutlich mehr Verschleiß als der Sommer.
Was ist dir beim Fahren besonders wichtig?
Gute Beleuchtung und vorausschauendes Fahren. Auf glatten Untergründen sollte man abrupte Bremsmanöver vermeiden. Aufmerksamkeit schützt nicht nur einen selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmende. Reflektoren sind zusätzlich sehr sinnvoll, da man im Winter schlechter gesehen wird.
Warum lohnt sich Winterpendeln für dich trotzdem?
Man ist unabhängig von Fahrplänen, bleibt fit und an der frischen Luft. Außerdem spart man Geld und startet aktiv in den Tag. Und nicht zuletzt: Der Spaß sollte auch im Winter nicht zu kurz kommen.
Winter-Bike-to-Work-Day: Fazit
Die drei Interviews zeigen: Fahrradfahren im Winter ist keine Ausnahme, sondern eine bewusste Entscheidung. Gute Vorbereitung, funktionierende Technik, regelmäßige Wartung und eine realistische Selbsteinschätzung sind entscheidend, um auch bei Kälte, Schnee und Dunkelheit sicher unterwegs zu sein.
Eigenschaften wie vorausschauendes Handeln, Eigenverantwortung und Planung spielen dabei nicht nur auf dem Fahrrad eine Rolle, sondern auch im Arbeitsalltag bei IT Sonix. Als Arbeitgeber unterstützt IT Sonix nachhaltige Mobilität u. a. durch JobRad sowie durch interne Initiativen wie Move IT, bei denen gemeinsam unmotorisierte Kilometer für Umwelt und Gesundheit gesammelt werden. Der Winter-Bike-to-Work-Day macht sichtbar, dass das Fahrrad auch in der kalten Jahreszeit ein verlässliches Verkehrsmittel ist und Teil einer gelebten Unternehmenskultur.